Letzten Winter versuchte ich einen stationären psychiatrischen Aufenthalt, mit der Idee, dass ich ja sonst schon alles versucht hatte. Von vornherein wusste ich, dass es riskant ist für Menschen wie mich. Von vornherein hatte ich Angst dort eingesperrt zu werden. Wie meine Mutter. Wie meine Großmutter.
In der Psychiatrie wurde ich stets misgendert, meine Hormontherapie und wichtige Medikamente wurden mir entzogen. Zwei Wochen lang musste ich dort ausharren, mit dem stetem Versprechen, dass sie ja bald einen Therapieplan für mich hätten, dass der Krankenstand ja so hoch sei und deshalb niemand mit mir reden könne. Meine ambulante Psychotherapie musste ich abbrechen damit ich auf die Station zugelassen wurde. Und dann haben sie mich nichtmal versorgt. Meinen Sport, in dem ich mir eine Community aufgebaut hatte, wurde mir verboten, obwohl ich schon vor der Aufnahme besprochen hatte, mit dem Fahrrad von der Klinik dorthin zu fahren.
